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Weitsichtigkeit

 

Hyperopie (Weitsichtigkeit)

Weitsichtigkeit tritt auf, wenn das Auge Lichtstrahlen nicht korrekt auf der Netzhaut fokussiert, sondern sich diese hinter der Netzhaut treffen. Dies passiert, wenn das Auge zu kurz/klein ist im Verhältnis zur Brechkraft des Auges.

In einem gesunden Auge wird das Bild auf der Netzhaut fokussiert, indem das Licht durch die Hornhaut und die Linse gebrochen wird. Die Linse verändert ihre Form, um Licht zu bündeln und das Bild auf der Netzhaut scharf abzubilden. Bei einer Weitsichtigkeit ist die Linse und/oder die Hornhaut entweder zu flach oder das Auge zu kurz, sodass das Licht nicht richtig fokussiert wird und das Bild hinter der Netzhaut entsteht.

Dadurch werden Dinge in der Nähe unscharf gesehen, während Objekte in der Ferne klarer sind. Weitsichtigkeit kann erblich bedingt sein oder im Laufe des Lebens aufgrund von Alterung auftreten. In einigen Fällen kann auch eine Augenkrankheit oder eine Verletzung die Ursache sein.


Unten finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

 

Welche Symptome treten bei Weitsichtigkeit auf?

Im Gegensatz zur Kurzsichtigkeit, bei der weit entfernte Dinge nur verschwommen wahrgenommen werden, können bei der Hyperopie Gegenstände in der Nähe nicht mehr so scharf abgebildet werden. Das äußert sich z. B. beim Lesen. Die Buchstaben verschwimmen und der Text muss weiter weggehalten werden, um die Buchstaben erkennen zu können. Die Folge des angestrengten Auges können u. a. Kopfschmerzen sein. 

Werte bei Weitsichtigkeit

Bei einer Augenuntersuchung zur Diagnose von der Brechkraft der Augen werden in der Regel verschiedene Werte gemessen, um den Grad der Weitsichtigkeit zu diagnostizieren. Die wichtigsten Werte, die bei der Messung von Weitsichtigkeit berücksichtigt werden, sind die Sphäre (SPH), die Zylinder (CYL) und die Achse (AX). 

Die Sphäre (SPH) gibt den Grad der Weitsichtigkeit an. Positive Werte in der Sphäre (z.B. +2,50) bedeuten, dass der Patient weitsichtig ist und in der Nähe unscharf sieht. Ein negativer Wert in der Sphäre (z.B. -1,00) bedeutet, dass der Patient kurzsichtig ist und in der Ferne unscharf sieht. Der Zylinder (CYL) erfasst die Verkrümmungen der Hornhaut und zeigt, ob der Patient Astigmatismus hat. Ein höherer Zylinderwert bedeutet, dass die Unregelmäßigkeit stärker ausgeprägt ist. Die Achse (AX) gibt die Ausrichtung des Zylinders an und wird in Grad gemessen. Die Achse ist wichtig für die korrekte Platzierung von Brillengläsern, um eine optimale Korrektur zu erreichen.

Insgesamt sind die Messungen von Sphäre, Zylinder und Achse wichtig, damit eine genaue Diagnose von Weitsichtigkeit zu stellen und die richtige Korrektur vorzunehmen. Die Dioptrienwerte geben an, wie stark die Korrektur sein muss, um das Sehen in der Nähe zu verbessern.

Wie wird Weitsichtigkeit behandelt?

Die Behandlung von Weitsichtigkeit hängt vom Alter des Patienten, dem Schweregrad der Weitsichtigkeit und weiteren Faktoren ab. In der Regel stehen folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
 

Brillen: Brillen sind eine häufige und effektive Behandlungsmöglichkeit für Weitsichtigkeit bei Kindern und Erwachsenen. Die Brillen korrigieren die Brechungsfehler des Auges und verbessern das Sehen in der Nähe.

Kontaktlinsen: Kontaktlinsen können auch eine effektive Möglichkeit zur Korrektur von Weitsichtigkeit sein. Sie bieten eine Alternative zu Brillen und sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt.

Augentropfen: In einigen Fällen können Augentropfen zur Korrektur von Weitsichtigkeit eingesetzt werden. Diese Tropfen verändern die Brechung des Auges und verbessern so das Sehen in der Nähe.

Laserchirurgie: Für Erwachsene mit mittlerer bis schwerer Weitsichtigkeit kann eine Laserchirurgie in Betracht gezogen werden. Dabei wird die Form der Hornhaut verändert, um die Brechung des Auges zu korrigieren.

Wie funktioniert das Lasern von Weitsichtigkeit?

Die Laserbehandlung von Weitsichtigkeit ist eine mögliche Option zur Korrektur von Weitsichtigkeit bei Erwachsenen, die eine dauerhafte Alternative zu Brillen oder Kontaktlinsen suchen. Die Laserbehandlung kann jedoch nicht bei allen Patienten angewendet werden und sollte nur von einem erfahrenen Augenarzt durchgeführt werden.
Die Laserbehandlung von Weitsichtigkeit, auch Lasik (Laser-in-situ-Keratomileusis) genannt, ist eine Technik und funktioniert anhand der Veränderung der Form der Hornhaut, um die Brechung des Lichts im Auge zu korrigieren. Der Laser entfernt dabei dünne Schichten des Hornhautgewebes, um die Formung des Auges zu ändern.
Die Lasik-Operation ist in der Regel schmerzfrei und dauert etwa 10 bis 15 Minuten pro Auge. Die meisten Patienten können nach der Operation sofort nach Hause gehen und haben in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden eine deutliche Verbesserung ihres Sehvermögens.

Es gibt allerdings einige Einschränkungen und Risiken bei der Laserbehandlung von Weitsichtigkeit. Nicht alle Patienten sind für diese Behandlung geeignet und es können Komplikationen wie eine vorübergehende Verschlechterung des Sehvermögens, Infektionen oder trockene Augen auftreten. Deshalb ist es für Patienten wichtig, sich gut zu informieren und eine umfassende Beratung durch einen erfahrenen Augenarzt zu erhalten.
Alles in allem kann die Laserbehandlung von Weitsichtigkeit eine effektive und langfristige Alternative zu Brillen oder Kontaktlinsen sein.
Weitere Informationen zum Augen lasern finden Sie auf den Seiten der Augenlaserklinik OWL.